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Damit du nicht so traurig bist

Damit du nicht so traurig bist

Kein gewöhnlicher Anruf. Denn nach diesem Telefonat war ich völlig schockiert.

„Vielleicht magst du hier unterstützen?“ Die besorgte Stimme meiner Lerncoach-Freundin ließ mich aufmerksam zuhören.

Ein 8-jähriger Junge macht mir Sorgen. Wir versuchen ihn in unserer Fördergruppe zu unterstützen. Doch es fällt ihm sehr schwer, sich zu konzentrieren und mitzumachen. Er ist auffällig und will Aufmerksamkeit, dabei stört er leider die anderen Kinder.
Seine alleinerziehende Mutter ist mit ihren Kräften am Ende. Sie geht arbeiten, macht den Haushalt und versucht unter diesen C-Bedingungen mit den beiden Kindern die Hausaufgaben zu erledigen.

Jetzt hat der Junge die Bilder in seinem Zimmer abgenommen. „Wieso?“ fragt die Mutter.
„Damit du nicht so traurig bist, Mama, wenn du in mein Zimmer kommst und ich nicht mehr da bin“

Von der Situation bin ich völlig ergriffen, Für mich klingt es nach einem Hilferuf.
Den Vorschlag, mit dem Jungen zu sprechen, lehne ich ab.
Ich will einen Termin mit der Mutter. Sie ist täglich für ihre Kinder da uns sollte gestärkt werden.

Es folgten intensive 90 Minuten. Einfühlende Worte und Klartext wechselten sich ab. Gerahmt war das Coaching in Energiearbeit und neurobiologische Grundmotive.

Die Dankesnachricht, hier ein kleiner Auszug, lässt mein Herz höherschlagen.
„Danke, mir geht es deutlich besser und ich kann mit den Kindern viel mehr lachen, über Dinge die mich sonst eher Zeit kosteten.“
Gestern Abend ging es mir emotional so unglaublich gut, durch das reale Erleben der Ehrfurcht, dass ich nicht schlafen konnte und durchgehend grinsen musste.“

Meine Mission:
Eltern stärken, damit sie ihre Kinder in ein selbstbewusstes Leben begleiten können

Ich glaube, die größte Hürde ist, sich einzugestehen, dass man gerade überfordert ist und Unterstützung nützlich wäre. Denn es geht ja schon irgendwie.
Für uns Erwachsene vielleicht.
Doch nicht für unsere Kinder.