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Selber Schuld

Ohman, der Wecker klingelt, leicht gerädert und dezent übermüdet schleich ich aus dem Bett unter die Dusche.

Gestern haben wir einen 50sten Geburtstag gefeiert, bis spät in die Nacht.

 

Heute auf einem Sonntagvormittag bringt ich mein Zug zu nach Sankt Leon-Rot, wo morgen bei SAP der „Parents-Summit“ stattfindet.

Selber Schuld Papa, du hättest dir ja auf die Feier oder auf die Dienstreise verzichten können.

 

Hey, es geht doch nicht um Schuld, sondern um eine Entscheidung die ich getroffen haben.

Und jetzt geht es darum, mit dieser Entscheidung verantwortungsvoll umzugehen.

 

Ich erlebe viel zu oft, dass erst mal nach einem Schuldigen gesucht wird. Klar, ist ja auch einfacher. Nur damit gebe ich meine Verantwortung an jemanden anderen ab.

 

Genau diese Denkweise lebe ich meinen Kindern vor. Und genau diese Denkweise trainiere ich mit den Auszubildenen in meinem Gipfelstürmer-Training.

 

Mit der Frage, „wer ist eigentlich für dein Wohlbefinden verantwortlich?“ kommen wir super in die Diskussion. „Wer darf darüber entscheiden, ob es mir gut gehen oder schlecht gehen soll?“

 

Erst bringe ich die jungen Menschen damit in die Reflexion, dann zeige ich ihnen Übungen, um sich selbst eine gute Stimmung zu versetzen.

Das fördert die Selbstbestimmung, auch am Arbeitsplatz.

 

Wie cool ist es denn, wenn die Azubis dieses bereits beim Einstieg ins Berufsleben verstehen.

Da die Schule es meiner Erfahrung nach eher weniger vermittelt, fällt es wohl mit Unterstützung von uns Eltern, in die Verantwortung der Ausbildungsbetriebe.

 

Verantwortung übernehmen oder nach Schuldigen suchen?

Wie denkst du darüber?